Zum Abschluss der Region Vorstellungen für das NCAA Tournament (welches in wenigen Minuten losgeht!) jetzt noch kurz die West Region. Nicht nur Neuköllner Damentrainer machen sich über das Bracket Gedanken, Mister President darf auch. Barack Obama sieht zwar einen fragwürdigen 1st Round Upset (Murray State siegt gegen Vanderbild) vor, dass er im Westen Kansas State vor #1 Seed Syracuse sieht, zeugt aber gewiss von ner guten Fachkenntnis.
Bei Syracuse hängt sehr viel davon ab, ob und wann Senior Center Arinze Onuaku wieder fit wird. Dieser hat sich während des Big East Turniers verletzt und bildet in der famous 2-3 Zone den Abräumer und vorne den Finisher (festhalten: Field Goals: 66%!). Freiwurfquote ist übrigens nur 42%, im Vergleich zum letzten Jahr (29%) aber schon deutlich gesteigert. Kleiner kräftiger Center halt. Syracuse hat natürlich aber noch einiges mehr zu bieten und wäre wohl noch vor Kansas Overall #1 Seed geworden, wenn sie nicht gegen Georgetown im Big East Turnier verloren hätten. Big East Player of the Year Wes Johnson ist ein sehr smarter, eleganter Flügelspieler, bei dem man sich ständig "makes it look easy" denkt und Andy Rautins ist ein klasse Guard und 3 Punkte Schütze. Coach Boheims 2-3 Zone, die er seit gefühlten 50 Jahren dort spielt, ist vor allem dies Jahr wegen der Größe und Wingspans der Guards und Forwards so effektiv. Ob mit oder ohne Onuaku kanns für Sie bis ins Regional gehen, sollte es dort ein Duell gegen das überaus physische Kansas State geben, brauchen sie den Arinze aber.
#2 Seed Kansas State hat allerdings schon in Runde 2 ordentlich gegen BYU mit Super Shooter Jimmer Fredette (21.7 PPG, FG3 44.8% !) zu kämpfen. Das kann ne ganz Enge Kiste werden, zumal Kansas gegen das schnelle, guardorientierte Spiel wie es BYU spielt, deutlich eher Probleme hat, als in einem Power-Duell gegen Syracuse (wo es immerhin aber auch noch gilt Wes Johnson und Rautins zu kontrollieren). Mit Junior Jacob Pullen und Senior Denis Clemente sind zwar zwei kleine Guards Topscorer bei Kansas State, aber selbst die beiden spielen in der Defense sehr physisch und das Team liebt es größere Gegner in Schach zu halten. Besonders wurde dies in den Begegnungen gegen den ehemaligen Turnierfavoriten Texas deutlich, aber auch Kansas musste lange um den Sieg im Big12 Turnier kämpfen. Das Team ist super hungrig, der Coach Frank Martin ein echt verrückter Heisssporn, es passt eigentlich alles für ein gutes Turnier und vielleicht sogar eine Final Four Teilnahme.
Statt BYU könnte auch Florida der Gegner für Kansas State in Round 2 sein, Coach Billy Donovan und die (von Pitino abgeleitete) Presse darf man nie unterschätzen, aber da muss schon sehr viel passieren, damit Florida richtig weit kommt. Die Gators sind froh, überhaupt noch im Turnier dabei zu sein. Für Syracuse ist oben vielleicht noch Gonzaga mit dem deutschen Nationalspieler Elias Harris gefährlich, wäre auf jeden Fall ein schönes Duell Wes Johnson gegen Harris. Butler kenn ich leider kaum, hab mich immer gedrückt, mir ein Spiel von denen anzusehen, aber 18-0 muss man auch in der Horizon League erstmal schaffen, also watch out. Tja, und Vanderbilt fliegt ja laut Obama sowieso schon gleich raus... in diesem Sinne, lets go und für alle Underdogs: Yes we can !
Nun gehts ran an den CBS Stream, bis 19 Uhr kann ich noch gucken, danach ist Training 1. Herren angesagt, für die lass ich nicht nur diverse 1st Round Spiele heute sausen, auch meine Bremer Jungs kann ich heute abend nich Rückspiel gegen Valencias supporten. Immerhin isses für nen halbwegs guten Zweck...
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Donnerstag, 18. März 2010
NCAA Tournament: Midwest
Nun wirds aber auch Zeit: Heute geht die richtige Action im Tournament los, nachdem sich am Dienstag im Kick-in Game Arkansas Pine Bluff gegen Winthrop deutlich mit 61:44 durchgesetzt hat. Die Defense der Golden Lions sah in dem Spiel ganz stark aus, aber gegen Duke wird sich das sicher etwas anders darstellen als gegen nen Dritten der Big South.
Heute darf dann gleich der Overall #1 Seed Kansas ran. Mit nem 32-2 Record, einem supertiefen Kader, mindestens drei zukünftigen NBA Stars und einem der besten Coaches im Lande sollte der Weg ins Final Four für die Jayhaws ja eigentlich wie von alleine gehen. Pech nur, dass mit Oklahoma State und Tennessee ausgerechnet die beiden Teams in ihrer Midwest Region sind, gegen die sie verloren haben. Dazu kommt noch Michigan State oder Maryland als mögliche Semi Regional Gegner und in der unteren Hälfte warten noch Georgetown und Ohio State. Hört sich sicher schwer an und ESPN/CBS halten die Midwest ja für die absolute Killer Region, aber ich bleib dabei: Kansas setzt sich da (relativ easy) durch.
Bleiben wir also erst mal bei den Jayhawks: Es mag vielleicht jeweils bessere NCAA Spieler auf den einzelnen Positionen geben, aber als Team sind die Jayhawks fast ideal besetzt. Mit Sherron Collins ein echter Leader als Point Guard, der zu jedem Zeitpunkt als Senior auf dem Feld das Team kontrolliert und zudem noch bester Scorer mit 15.6 PPG ist. Dazu mit 6-11 Center Cole Aldrich (11.2 PPG, 9.9 RPG) der zweite Senior, der ein hoher NBA Pick wird. Die beiden Sophomore Zwillinge Markieff (6.8 PPG/5.4 RPG) und Marcus Morris (12.3/6.1 RPG) haben sich unter Bill Self innerhalb eines Jahres zu echten Waffen in der Offense entwickelt und sind beide sehr aktiv in der Hi Low Offense unterwegs. Dazu kommt Xavier Henry: Der Superstar-Freshman hat die Saison riesig angefangen, dann etwas Probleme mit seinem Wurf gehabt, sollte aber seine 13.6 PPG im Turnier noch deutlich steigern können und kann, wenn es drauf ankommt, sicher Verantwortung übernehmen. Dazu kommen diverse Bankspieler wie Reed oder Morningstar, die Selfs System perfekt beherrschen. Ich traue höchstens Kentucky oder Syracuse zu, dies Team im Final Four zu schlagen, Duke müsste allein schon wegen der tiefe der Bank Probleme bekommen. Heute gehts für Kansas erstmal den Lehigh (22-10), da sollte nun wirklich nix schief gehen, da spricht dann auch etwas die Statistik dagegen: Seit der Turnier-Ausdehnung auf 64 Teams im Jahre 1985 hat noch NIE ein #16 Team ein #1 Team in Runde 1 geschlagen.
Natürlich trotzdem ein kurzer Überblick über die anderen Favoriten in der Midwest. Michigan State sollte New Mexico State schlagen, braucht dann aber schon die Form der letzjährigen Turniers (erst im Finale gegen North Carolina verloren) um noch weiter vorzurücken. Die Spartans haben hoch talentierte Guards mit Kalin Lucas und Darell Summers, dazu mit Draymond Green (einen meiner Lieblingsspieler vom letzten Jahr) einen hart fightenden Flügel und auch eine recht tiefe Bank, doch sowohl Ergebnisse als auch Teamplay waren dieses Jahr viel zu unkonstant. Anfang Februar verlor man z.B. drei Spiele in Folge, gegen Wisconsin, Illinois und Purdue. Und wer dies Jahr sogar gegen North Carolina verliert, dürfte gegen jedes Team ab Runde 2 Probleme bekommen. Da warten wohl die Maryland Terrapins mit Guard Greivis Vasquez (19.5 PPG, 4.6 RPG, 6.3 APG). Seine Stats sind zwar wirklich beeindruckend, aber bei näherem Hinsehen versteckt sich der gute Vasquez in wichtigen Spielen und ist vielleicht auch manchmal etwas "over-confidant" und ein Basher. Ich erinner mich gut an letztes Jahr, als Vasquez vor dem Spiel gegen 1# Seed Memphis rumtönte, dass die Tigers in der Big East nur ein Durchschnittsteam wären und halt Glück hätten in der schwachen C-USA zu spielen. Mag ja durchaus was dran gewesen sein, aber nach solchen Sprüchen sollte man nicht mit 70:89 verlieren und im Spiel die Lichter ausschießen. Naja, nun isser im Senior Year, vielleicht hat er ja was gelernt.
In der unteren Hälfte find ich Georgetown trotz Big East Turniersieg etwas überschätzt, letztlich handelt sich doch nur um 23-10 Team, welches stark von zwei Spielern lebt: Guard Austin Freeman (16.7 PPG) und natürlich der großen Center Hoffnung Greg Monroe. Der 6-11 Sophomore hat richtig gute Bewegungen drauf, gar nicht so sehr Low Post, sondern auch aus dem Fronting bzw. vom Flügel aus, aber seine Stats (16.1 PPG/9.5 RPG) sind auch deshalb nicht so super beeindruckend, weil er sich doch immer wieder stark zurückhält wirklich mal 1-1 seine Größe auszunutzen und die Leader-Rolle bei den Spielen, die ich gesehen habe, auch gerne erstmal abgibt. Da bin ich echt gespannt wie es sich im Turnier entwickeln wird, nur viel Zeit haben er und die Hoyas nicht, denn in Runde zwei wartet schon Tennessee.
Über die Vols könnte man diese Saison sicher allein schon Romane schreiben, ich fasse es mal so zusammen: Wichtige Spieler aus der ersten Fünf nach Waffenbesitz gesperrt worden, als Folge dessen als Team mehr zusammengeschweisst, besser gespielt, mehr Spiele gewonnen, dann aber böse im wichtigsten Saisonspiel im SEC Halbfinale von Kentucky auf die Mütze bekommen (45:74) und darum dann nur #6 Seed im Turnier. Fazit: Ein sehr umbequemer Gegner, kaum ausrechenbar, extrem motiviert, von Top Teams aber schlagbar. Falls das Spiel gegen Georgetown zustande kommt: Sehr interessantes Matchup !
#2 Seed Ohio State hat aus meiner Sicht in den ersten beiden Runde das einfachste Schedule aller Top Teams: UC Santa Barbara (wer immer die auch sind) und dann entweder Oklahoma State, die viel zu stark von James Anderson leben oder die (vollkommen überbewerteten) Georgia Tech Yellow Jackets. Ohios States Superstar Evan Turner muss man erstmal stoppen, dazu ist in der Midwest sicher Kansas in der Lage, für Georgetown oder Tennessee wird das schwierig.
Heute darf dann gleich der Overall #1 Seed Kansas ran. Mit nem 32-2 Record, einem supertiefen Kader, mindestens drei zukünftigen NBA Stars und einem der besten Coaches im Lande sollte der Weg ins Final Four für die Jayhaws ja eigentlich wie von alleine gehen. Pech nur, dass mit Oklahoma State und Tennessee ausgerechnet die beiden Teams in ihrer Midwest Region sind, gegen die sie verloren haben. Dazu kommt noch Michigan State oder Maryland als mögliche Semi Regional Gegner und in der unteren Hälfte warten noch Georgetown und Ohio State. Hört sich sicher schwer an und ESPN/CBS halten die Midwest ja für die absolute Killer Region, aber ich bleib dabei: Kansas setzt sich da (relativ easy) durch.
Bleiben wir also erst mal bei den Jayhawks: Es mag vielleicht jeweils bessere NCAA Spieler auf den einzelnen Positionen geben, aber als Team sind die Jayhawks fast ideal besetzt. Mit Sherron Collins ein echter Leader als Point Guard, der zu jedem Zeitpunkt als Senior auf dem Feld das Team kontrolliert und zudem noch bester Scorer mit 15.6 PPG ist. Dazu mit 6-11 Center Cole Aldrich (11.2 PPG, 9.9 RPG) der zweite Senior, der ein hoher NBA Pick wird. Die beiden Sophomore Zwillinge Markieff (6.8 PPG/5.4 RPG) und Marcus Morris (12.3/6.1 RPG) haben sich unter Bill Self innerhalb eines Jahres zu echten Waffen in der Offense entwickelt und sind beide sehr aktiv in der Hi Low Offense unterwegs. Dazu kommt Xavier Henry: Der Superstar-Freshman hat die Saison riesig angefangen, dann etwas Probleme mit seinem Wurf gehabt, sollte aber seine 13.6 PPG im Turnier noch deutlich steigern können und kann, wenn es drauf ankommt, sicher Verantwortung übernehmen. Dazu kommen diverse Bankspieler wie Reed oder Morningstar, die Selfs System perfekt beherrschen. Ich traue höchstens Kentucky oder Syracuse zu, dies Team im Final Four zu schlagen, Duke müsste allein schon wegen der tiefe der Bank Probleme bekommen. Heute gehts für Kansas erstmal den Lehigh (22-10), da sollte nun wirklich nix schief gehen, da spricht dann auch etwas die Statistik dagegen: Seit der Turnier-Ausdehnung auf 64 Teams im Jahre 1985 hat noch NIE ein #16 Team ein #1 Team in Runde 1 geschlagen.
Natürlich trotzdem ein kurzer Überblick über die anderen Favoriten in der Midwest. Michigan State sollte New Mexico State schlagen, braucht dann aber schon die Form der letzjährigen Turniers (erst im Finale gegen North Carolina verloren) um noch weiter vorzurücken. Die Spartans haben hoch talentierte Guards mit Kalin Lucas und Darell Summers, dazu mit Draymond Green (einen meiner Lieblingsspieler vom letzten Jahr) einen hart fightenden Flügel und auch eine recht tiefe Bank, doch sowohl Ergebnisse als auch Teamplay waren dieses Jahr viel zu unkonstant. Anfang Februar verlor man z.B. drei Spiele in Folge, gegen Wisconsin, Illinois und Purdue. Und wer dies Jahr sogar gegen North Carolina verliert, dürfte gegen jedes Team ab Runde 2 Probleme bekommen. Da warten wohl die Maryland Terrapins mit Guard Greivis Vasquez (19.5 PPG, 4.6 RPG, 6.3 APG). Seine Stats sind zwar wirklich beeindruckend, aber bei näherem Hinsehen versteckt sich der gute Vasquez in wichtigen Spielen und ist vielleicht auch manchmal etwas "over-confidant" und ein Basher. Ich erinner mich gut an letztes Jahr, als Vasquez vor dem Spiel gegen 1# Seed Memphis rumtönte, dass die Tigers in der Big East nur ein Durchschnittsteam wären und halt Glück hätten in der schwachen C-USA zu spielen. Mag ja durchaus was dran gewesen sein, aber nach solchen Sprüchen sollte man nicht mit 70:89 verlieren und im Spiel die Lichter ausschießen. Naja, nun isser im Senior Year, vielleicht hat er ja was gelernt.
In der unteren Hälfte find ich Georgetown trotz Big East Turniersieg etwas überschätzt, letztlich handelt sich doch nur um 23-10 Team, welches stark von zwei Spielern lebt: Guard Austin Freeman (16.7 PPG) und natürlich der großen Center Hoffnung Greg Monroe. Der 6-11 Sophomore hat richtig gute Bewegungen drauf, gar nicht so sehr Low Post, sondern auch aus dem Fronting bzw. vom Flügel aus, aber seine Stats (16.1 PPG/9.5 RPG) sind auch deshalb nicht so super beeindruckend, weil er sich doch immer wieder stark zurückhält wirklich mal 1-1 seine Größe auszunutzen und die Leader-Rolle bei den Spielen, die ich gesehen habe, auch gerne erstmal abgibt. Da bin ich echt gespannt wie es sich im Turnier entwickeln wird, nur viel Zeit haben er und die Hoyas nicht, denn in Runde zwei wartet schon Tennessee.
Über die Vols könnte man diese Saison sicher allein schon Romane schreiben, ich fasse es mal so zusammen: Wichtige Spieler aus der ersten Fünf nach Waffenbesitz gesperrt worden, als Folge dessen als Team mehr zusammengeschweisst, besser gespielt, mehr Spiele gewonnen, dann aber böse im wichtigsten Saisonspiel im SEC Halbfinale von Kentucky auf die Mütze bekommen (45:74) und darum dann nur #6 Seed im Turnier. Fazit: Ein sehr umbequemer Gegner, kaum ausrechenbar, extrem motiviert, von Top Teams aber schlagbar. Falls das Spiel gegen Georgetown zustande kommt: Sehr interessantes Matchup !
#2 Seed Ohio State hat aus meiner Sicht in den ersten beiden Runde das einfachste Schedule aller Top Teams: UC Santa Barbara (wer immer die auch sind) und dann entweder Oklahoma State, die viel zu stark von James Anderson leben oder die (vollkommen überbewerteten) Georgia Tech Yellow Jackets. Ohios States Superstar Evan Turner muss man erstmal stoppen, dazu ist in der Midwest sicher Kansas in der Lage, für Georgetown oder Tennessee wird das schwierig.
Dienstag, 16. März 2010
NCAA Tournament: South Region
Nachdem ich gestern kurz auf die East Region eingegangen bin, heute ein Ausblick auf die South. Da gehts heute nämlich auch direkt los mit der Opening Round: Da 65 Teams im Turnier sind, wird zu Beginn im "Play-in"-Game zwischen den Arkansas Pine Bluff Golden Lions und den Winthrop Eagles der 1st Round Gegner von #1 Seed Duke gesucht. Bei den Eagles spielt mit Andreas Büchert ein Spieler aus Trier mit. Alle NCAA Tournament Spiele gibts wie jedes Jahr frei im Netz bei CBS zu sehen.
Wer auch immer da durch kommt, wird mit Sicherheit von Duke ordentlich vermöbelt. Coach K's Team ist zwar dies Jahr irgendwie untypisch "banklos", aber dafür übelst gut eingespielt. Es gibt mit John Scheyer, Kyle Singler und Nolan Smith drei 18 Punkte-Scorer im Background, dazu mit Plumlee und Zoubek zwei starke Rebounder. Mehr brauchts nicht, denn die 3 Jungs im Backcourt spielen großartig zusammen, zur Not auch 40 Minuten.
Scheyer ist im seinen Senior-Jahr und wahrscheinlich der beste "Entscheider" in der gesamten Division1. Und das als eigentlicher Shooting Guard ohne richtig guten Drive oder Mid Jumper, aber grandioses Spielverständnis und halt nem stabilen 3er. Floater hat er seit diesem Jahr dazu auch noch drauf, dazu mit CoachK den idealen Playmaker-Mentor. Kyle Singler ist ein typischer Duke-Spieler: Starke Defense, gut ausgebildete Technik, sehr guter Wurf trotz 6-8 Size und enorm viel Wille; in der NBA wirds schwer für ihn, aber Potential da. Nolan Smith mag ich seit seiner Freshman Season nicht besonders, spielt mir zuviel für die Galerie und überschätzt sich leicht, aber sogar den hat CoachK umgebogen (von 5.9 über 8.4 zu 17.3 PPG dies Jahr) . Nachdem ich ca. 10 Duke Spiele diese Saison gesehen habe, glaube ich an eine recht gute Chance auf das Final Four, auch wenn einige Brocken im Weg liegen.
Villanova würde ich nicht als gefährlichsten Gegner sehen, obwohl ich das Team (wie wohl fast jeder NCAA Fan) sehr mag: Mit Scotty Reynolds (6-2) und Corey Fisher (6-1) zwei sehr kleine Guards als Scorer, superschnellen Basketball mit viel Defense Druck im Backcourt. Wenn einer von beiden aber doch mal nen schlechten Shooting-Tag hat, wirds schnell eng, die letzten beiden Spiele gegen West Virginia und Marquette gingen auch verloren, Syracuse hat sie zuvor mit Größe und Power 95:77 sehr deutlich geschlagen. Nova's Schedule in den ersten beiden Runden ist recht einfach (#14 Sam Houston) und dann die beiden "Bubbles" Notre Dame (#6) und Old Dominion (#11). Da kann man sicher durchkommen, aber im Regional Semifinale wartet schon die Baylor Bears.
Die Bears sind mit 25-7 Overall und 11-5 der superharten BIG12 (mit Kansas und Kansas State) aus meiner Sicht im Turnier stärker einzuschätzen als 'Nova und haben ein änlich leichtes Schedule in den ersten beiden Rounds (#15 Robert Morris) und dann Richmond oder St. Marys(Ca.). Anfang März konnte Baylor gegen den ehemaligen #1 Poll Texas innerhalb von 5 Tagen gleich 2mal haushoch dominieren: 92-77 und 86-67. Die Niederlage im Halbfinale des Big12 Turnies gegen das enorm physische Kansas State lässt sich verschmerzen, zumal das Spiel offen und hochklassig war. Topstar bei den Baylors ist LaceDarius Dunn, der von Außen in kurzer Zeit enorm heiss laufen kann und zudem einen der schönsten Shooting Strokes hat, den ich seit langen gesehen habe. Für die NBA fehlt ihm leider etwas die Athletik.
Für Duke gibt es die harten Gegner aber sicher nicht erst im Regional Final sondern gleich in Runde 2. Dort warten Californa bzw. Louisville, was gleichzeitig das Highlight Duell in Runde 1 ist. Pitinos Cardinals (20-12) sahen zu Beginn der Saison gar nicht gut aus, aber was der gute Rick aus einem semi-talentierten Team machen kann, sieht man hier mal wieder: 11-7 in der Big East und gleich zweimal gegen #1 Seed Syracuse gewonnen. Topscorer Samardo Samuels (15.3 PPG) kann mit seinen 6-9 innen recht intensiv powern, hat immer wieder Probleme gegen wirklich starke Postverteidiger. Da wird Duke dann aber wohl auf der Hut sein. Von Außen bleibt Louisville zu unbeständig, da ziehen sich üble Shooting Slumps bei praktisch alle Guards schon durch die ganze Saison. Hinzu kommt das Pitinos famous Match-Up Full court Defense nicht wirklich so effektiv wie gewünscht agiert, im letzten Heimspiel gegen Syracuse wurde in der zweiten Hälfte gar nicht mehr gepresst und das Spiel auch deswegen gewonnen.
California (23-10 overall) kommt mit 13-5 aus der (dies Jahr wirklich superschwachen) PAC-10 (UCLA mit 8-10 und 14-18 Overall Record!), hat sich aber nach eher schwachen Saisonstart gefangen und im Februar/März einen 6-0 Lauf gehabt. Erst im spannenden PAC-10 Final gegen Washington gab es eine sehr vermeidbare Niederlage, nachdem man das Spiel lange dominiert hatte. Im NCAA Turnier kann Cal aber quasi jedem Team mit seinen Guards Randle und Christopher gefährlich werden. Das Spiel gegen Louisville ist aus meiner Sicht absolut offen, nen Tip möchte ich nicht abgeben, aber das Herz schlägt natürlich schon für Mastermind Rick.
Sollte Duke in der 2nd Round Cal/Louisville schlagen warten dann im Regional Semifinal Purdue (27-5) bzw. Texas A&M (23-9) weitere starke Teams aus den Power Conferences Big Ten bzw. Big12, beide nicht ungefährlich, aber von den Blue Devils mit Sicherheit zu schlagen.
Wer auch immer da durch kommt, wird mit Sicherheit von Duke ordentlich vermöbelt. Coach K's Team ist zwar dies Jahr irgendwie untypisch "banklos", aber dafür übelst gut eingespielt. Es gibt mit John Scheyer, Kyle Singler und Nolan Smith drei 18 Punkte-Scorer im Background, dazu mit Plumlee und Zoubek zwei starke Rebounder. Mehr brauchts nicht, denn die 3 Jungs im Backcourt spielen großartig zusammen, zur Not auch 40 Minuten.
Scheyer ist im seinen Senior-Jahr und wahrscheinlich der beste "Entscheider" in der gesamten Division1. Und das als eigentlicher Shooting Guard ohne richtig guten Drive oder Mid Jumper, aber grandioses Spielverständnis und halt nem stabilen 3er. Floater hat er seit diesem Jahr dazu auch noch drauf, dazu mit CoachK den idealen Playmaker-Mentor. Kyle Singler ist ein typischer Duke-Spieler: Starke Defense, gut ausgebildete Technik, sehr guter Wurf trotz 6-8 Size und enorm viel Wille; in der NBA wirds schwer für ihn, aber Potential da. Nolan Smith mag ich seit seiner Freshman Season nicht besonders, spielt mir zuviel für die Galerie und überschätzt sich leicht, aber sogar den hat CoachK umgebogen (von 5.9 über 8.4 zu 17.3 PPG dies Jahr) . Nachdem ich ca. 10 Duke Spiele diese Saison gesehen habe, glaube ich an eine recht gute Chance auf das Final Four, auch wenn einige Brocken im Weg liegen.
Villanova würde ich nicht als gefährlichsten Gegner sehen, obwohl ich das Team (wie wohl fast jeder NCAA Fan) sehr mag: Mit Scotty Reynolds (6-2) und Corey Fisher (6-1) zwei sehr kleine Guards als Scorer, superschnellen Basketball mit viel Defense Druck im Backcourt. Wenn einer von beiden aber doch mal nen schlechten Shooting-Tag hat, wirds schnell eng, die letzten beiden Spiele gegen West Virginia und Marquette gingen auch verloren, Syracuse hat sie zuvor mit Größe und Power 95:77 sehr deutlich geschlagen. Nova's Schedule in den ersten beiden Runden ist recht einfach (#14 Sam Houston) und dann die beiden "Bubbles" Notre Dame (#6) und Old Dominion (#11). Da kann man sicher durchkommen, aber im Regional Semifinale wartet schon die Baylor Bears.
Die Bears sind mit 25-7 Overall und 11-5 der superharten BIG12 (mit Kansas und Kansas State) aus meiner Sicht im Turnier stärker einzuschätzen als 'Nova und haben ein änlich leichtes Schedule in den ersten beiden Rounds (#15 Robert Morris) und dann Richmond oder St. Marys(Ca.). Anfang März konnte Baylor gegen den ehemaligen #1 Poll Texas innerhalb von 5 Tagen gleich 2mal haushoch dominieren: 92-77 und 86-67. Die Niederlage im Halbfinale des Big12 Turnies gegen das enorm physische Kansas State lässt sich verschmerzen, zumal das Spiel offen und hochklassig war. Topstar bei den Baylors ist LaceDarius Dunn, der von Außen in kurzer Zeit enorm heiss laufen kann und zudem einen der schönsten Shooting Strokes hat, den ich seit langen gesehen habe. Für die NBA fehlt ihm leider etwas die Athletik.
Für Duke gibt es die harten Gegner aber sicher nicht erst im Regional Final sondern gleich in Runde 2. Dort warten Californa bzw. Louisville, was gleichzeitig das Highlight Duell in Runde 1 ist. Pitinos Cardinals (20-12) sahen zu Beginn der Saison gar nicht gut aus, aber was der gute Rick aus einem semi-talentierten Team machen kann, sieht man hier mal wieder: 11-7 in der Big East und gleich zweimal gegen #1 Seed Syracuse gewonnen. Topscorer Samardo Samuels (15.3 PPG) kann mit seinen 6-9 innen recht intensiv powern, hat immer wieder Probleme gegen wirklich starke Postverteidiger. Da wird Duke dann aber wohl auf der Hut sein. Von Außen bleibt Louisville zu unbeständig, da ziehen sich üble Shooting Slumps bei praktisch alle Guards schon durch die ganze Saison. Hinzu kommt das Pitinos famous Match-Up Full court Defense nicht wirklich so effektiv wie gewünscht agiert, im letzten Heimspiel gegen Syracuse wurde in der zweiten Hälfte gar nicht mehr gepresst und das Spiel auch deswegen gewonnen.
California (23-10 overall) kommt mit 13-5 aus der (dies Jahr wirklich superschwachen) PAC-10 (UCLA mit 8-10 und 14-18 Overall Record!), hat sich aber nach eher schwachen Saisonstart gefangen und im Februar/März einen 6-0 Lauf gehabt. Erst im spannenden PAC-10 Final gegen Washington gab es eine sehr vermeidbare Niederlage, nachdem man das Spiel lange dominiert hatte. Im NCAA Turnier kann Cal aber quasi jedem Team mit seinen Guards Randle und Christopher gefährlich werden. Das Spiel gegen Louisville ist aus meiner Sicht absolut offen, nen Tip möchte ich nicht abgeben, aber das Herz schlägt natürlich schon für Mastermind Rick.
Sollte Duke in der 2nd Round Cal/Louisville schlagen warten dann im Regional Semifinal Purdue (27-5) bzw. Texas A&M (23-9) weitere starke Teams aus den Power Conferences Big Ten bzw. Big12, beide nicht ungefährlich, aber von den Blue Devils mit Sicherheit zu schlagen.
Montag, 15. März 2010
Selection Sunday
Darauf haben wir (College Basketball Süchtigen) gewartet: Der März ist da und es ist: March Madness. Nachdem alle Conference Finals durch sind, wurden gestern am Selection Sunday die Paarungen des NCAA Tournament veröffentlicht (siehe Bracket). Ein guter Start auch für einen Blog, denn zum Thema College Basketball gibt es (wohl auch wegen der mangelnden Fernsehpräsenz) sehr wenig Deutschsprachiges im Netz.

Einige interessante Matchups gibt es gleich in der ersten Runde, super spannend wird es dann aber vor allem in Runde 2. Entgegen der Bewertung von ESPN und CBS, deren Experten die Midwest Region als mit Abstand härteste Gruppe sehen, bin ich der Meinung, dass die East Region am anspruchsvollsten ist. Hier lauern bereits früh sehr böse Fallen für Kentucky und West Virginia. Das hoch talentierte Kentucky mit den Superstar Freshmens Wall und Cousins könnte bei einem (sehr machbaren) Sieg gegen East Tennessee State in Round 2 dann gegen das im November noch beste Team des Landes antreten: Texas. Auch wenn die Longhorns seitdem ziemlich auf die Mütze bekommen haben und am Ende gar nicht mehr in den Top25 Polls waren, so ist die Besetzung mit den NBA Prospects Damion James und Dexter Pittmann natürlich erstklassig. Sollte sich der Backcourt um den Türken Balbay und den Freshman Bradley wieder stablisieren und das Team vor allem nicht ständig 0:12 Runs kassieren, wird das kein einfacher Gang für die Wildcats, die selbst ja auch immer wieder Phasen haben, wo gar nichts geht. So sehr ich auch Coach Caliparis Drive Motion mag, seine Coaching-Entscheidungen während enger Spiele lassen auch eher die Chancen für Texas in so einem Duell steigen. Kentucky ist ein richtig gutes Team, aber für den Titel wird es wohl nicht reichen, selbst wenn Texas geschlagen werden sollte. In der Eastern warten nämlich noch New Mexico (29-4 !) und Cornell (27-4!) sowie das auch von mir lang unterschätzte West Virginia im möglichen Regional Final. Von den Mountainers hab ich zwar einige Spiele auf Platte, aber mich bislang immer erfolgreich gedrückt, mir ein Spiel intensiv anzusehen (dafür lieber die x-te Niederlage von North Carolina). Die Zahlen sprechen aber für sich, RPI Rank 4 und 13-5 in der Big East, dazu der gute Coach Bob Huggins und nen ziemlich aktiver Frontcourt (Jones 7.3 RPG/Ebanks 8.3 RPG). Allerdings sind ab Runde 2 mit Missouri, Clemson, New Mexico und Marquette reichlich Mannschaften mit "Upset-Potential" vorhanden.
Zu den anderen Regions später mehr...

Einige interessante Matchups gibt es gleich in der ersten Runde, super spannend wird es dann aber vor allem in Runde 2. Entgegen der Bewertung von ESPN und CBS, deren Experten die Midwest Region als mit Abstand härteste Gruppe sehen, bin ich der Meinung, dass die East Region am anspruchsvollsten ist. Hier lauern bereits früh sehr böse Fallen für Kentucky und West Virginia. Das hoch talentierte Kentucky mit den Superstar Freshmens Wall und Cousins könnte bei einem (sehr machbaren) Sieg gegen East Tennessee State in Round 2 dann gegen das im November noch beste Team des Landes antreten: Texas. Auch wenn die Longhorns seitdem ziemlich auf die Mütze bekommen haben und am Ende gar nicht mehr in den Top25 Polls waren, so ist die Besetzung mit den NBA Prospects Damion James und Dexter Pittmann natürlich erstklassig. Sollte sich der Backcourt um den Türken Balbay und den Freshman Bradley wieder stablisieren und das Team vor allem nicht ständig 0:12 Runs kassieren, wird das kein einfacher Gang für die Wildcats, die selbst ja auch immer wieder Phasen haben, wo gar nichts geht. So sehr ich auch Coach Caliparis Drive Motion mag, seine Coaching-Entscheidungen während enger Spiele lassen auch eher die Chancen für Texas in so einem Duell steigen. Kentucky ist ein richtig gutes Team, aber für den Titel wird es wohl nicht reichen, selbst wenn Texas geschlagen werden sollte. In der Eastern warten nämlich noch New Mexico (29-4 !) und Cornell (27-4!) sowie das auch von mir lang unterschätzte West Virginia im möglichen Regional Final. Von den Mountainers hab ich zwar einige Spiele auf Platte, aber mich bislang immer erfolgreich gedrückt, mir ein Spiel intensiv anzusehen (dafür lieber die x-te Niederlage von North Carolina). Die Zahlen sprechen aber für sich, RPI Rank 4 und 13-5 in der Big East, dazu der gute Coach Bob Huggins und nen ziemlich aktiver Frontcourt (Jones 7.3 RPG/Ebanks 8.3 RPG). Allerdings sind ab Runde 2 mit Missouri, Clemson, New Mexico und Marquette reichlich Mannschaften mit "Upset-Potential" vorhanden.
Zu den anderen Regions später mehr...
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